Szenario Wettbewerb von den Söhnen Sigmars 01.08.2012 - 31.08.2012


Die Söhne Sigmars veranstalten einen Szenariowettbewerb vom 1. August bis zum Ende des selbigen. Ziel ist ein zwei DIN A4 Seiten großes Dokument. Die genauen Regeln und Anforderungen hört am besten selbst in deren Spezial Podcastfolge. Es gibt auch für dürftige Einsendungen etwas schönes zu Gewinnen!

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Mein erster Gedanke war natürlich ein Zwergenszenario:
Gyrokopter 117 - Jeder Zwerg zählt.
Eine Story hatte ich auch schon fertig. Am Ende des Tages wäre es aber nur ein weiteres "Suchen und Retten" Abenteuer. Nichts was wirklich etwas besonders warhammeriges oder witziges Szenario wäre. Also habe ich ein bisschen den Bregen angestrengt und hinzu kamen mehrere Begleitumstände:

Zuerst meine wiederentdecken eines der schönsten Spiele von Games Workshop. Nein nicht Blood Bowl sondern Man O'War. Seegefechte in der Warhammerwelt von 1992. Flux in der Yahoo Gruppe angemeldet und man hat Zugriff auf die Karten und Counter. Bei Ebay habe ich mir dann für brutales Geld den Grundstock für eine Zwergenflotte zugelegt. Zudem liegen bei meinem Spieledealer immer noch ein paar Pakete von Dreadfleet rum und auf der Blogseite von Stuff for Nonsense wurde eine kurze Beschreibung von dem Dreadfleet Captains Print on Demand abgegeben. Einige halten es für die bis jetzt am wenigsten nützliche Erweiterung. Das kann ich natürlich nicht so stehen lassen.

Also macht euch bereit!

Yo Ho Hoo und ne Buddel voll Rum!







Buch Review: Zwergenfluch, Die Zwerge von Elan Dhor

Zwergenfluch - Die Zwerge von Elan Dhor





Klappentext von www.amazon.de

Wenn Zwerge zu tief schürfen …

Der Auftakt einer monumentalen Abenteuer-Saga von überwältigender Bildgewalt.

Tief unter dem Schattengebirge erstrecken sich die gewaltigen, kunstvoll verzierten Hallen des Reichs Elan-Dhor über unzählige Kilometer, und noch immer treiben die Zwerge ihre Minen weiter in den Fels. Bis sie eines Tages in ein völlig neues, unbekanntes Höhlensystem vorstoßen – und damit eine Bedrohung entfesseln, der Elan-Dhor so gut wie nichts entgegenzusetzen hat. Barlok, einer der größten Krieger des Zwergenreichs, sieht nur noch eine Möglichkeit, sein Volk zu retten – er muss die verhassten, arroganten Elben um Hilfe bitten ...

Kann man hier kaufen. 


Da meine Zwergengruppe auseinander gebrochen ist wie sprödes Eisen und meine Suche nach neuen Mitzwergen wenig erfolgreich ist, muss ich mich mal ein wenig selbst puschen. Dazu gehört einmal das Hörspiel von „Die Zwerge“ vom guten Markus Heitz, als auch mir ein wenig alternative Zwergenliteratur reinzuschieben. Zum einen gibt es da die Romanreihe von Frank Rehfeld die mit Zwergenfluch beginnt. 
Eine „…monumentalen Abenteuer-Saga von überwältigender Bildgewalt.“ Naaaja. Nicht übertreiben. Normalerweise bin ich kein Freund von den ganzen alternativen Fantasy Universen. Ich habe mich in der Warhammerwelt eingekuschelt und sitze da fest im Sattel. So haben die Zwerge zu sein und das passt. 
Die Zwerge von Markus Heitz waren da mein erster Versuch, und seine Zwerge sind durchaus mit den Warhammer Dawis vergleichbar. Bärbeißig, immer eine Kanne in der Hand, pfeifequarzend wie die großen und kurz davor voll agromäßig mit der Axt jemandem die Knie einzudreschen. Außerdem sind auch Heitz Zwerge tief in Ihrer Clankultur, Entschuldigung, Stammeskultur verwurzelt. Das eigene Verhalten wird immer auch auf den Stamm zurückgeworfen. Und die bösen Zwerge vom Stamm der Dritten sind eine Art Chaoszwerge von Heitz.
Der nächste Versuch ist nun die Zwergenfluchreihe von Frank Rehfeld. Ursprünglich wurde es von mir bei Thalia wieder ins Regal zurückgestellt weil eine der Protagonistinnen eine Zwergen-Hexe ist. Uuuuh! Was soll den das!? Nicht nur das, sie sind so eine Art Zauberkaste bei den Zwergen die jeder nicht mag, aber trotzdem scharen Sie politische Macht um sich. Also das muss man erst mal schlucken.
Beginnen wir also mit dem Buch. Ich werde die Zwerge Elan Dhors immer wieder mit den Zwergen von Heitz oder der Warhammerwelt vergleichen. Aber bei aller Kritik, ich halte das Buch für lesenswert und der zweite Teil ist bestellt.

SPOILER ALERT!
Also, die Zwerge von Elan Dhor (ED) leben in der letzten verbleibenden Zwergenstadt, alle anderen wurden über die Jahrhunderte vernichtet. Gut, gut. Zudem ist ED wirtschaftlich und militärisch nur noch in seinen eigenen Grenzen eine Macht. Überirdisch mit den Menschen oder Elben, die letzeren sind verschwunden, haben sie fast nichts mehr zu tun. Handel findet auch kaum noch statt da die Erzvorkommen erschöpft sind und einfach nichts mehr zum Handeln da ist.
Was machen Zwerge dann, Ja sie buddeln einfach tiefer und wecken natürlich etwas was lieber in der Vorzeit vergessen worden wäre. Sie finden das Gorleben der Elben in denen die Spitzohren einfach ihre dunklen Brüder eingesperrt haben ohne sich wirklich über ein Endlager Gedanken zu machen. Die Dunkelelfen sind nach zwei bis dreitausend Jahren stinke sauer, kommen raus aus dem Schacht Asse, und fangen an alles abzuschlachten was so lebt und mit den Zwergen fangen sie an.

Zu Beginn sind die Dunkelelfen aber noch ein wenig horrormäßiger, da sie sich unsichtbar machen können und dann den beiden Heldenpersonen, wie der Predator, einen Kumpelzwerg nach dem anderen wegmeuchelt. Die Dunkelelfen sind also Böse, so richtig Splatterböse was sich auch später bildlich fortsetzt. Aber sie bleiben im wahrsten Sinne des Wortes gesichtslos. Es gibt bei Ihnen keine Akteure, keine Unterhaltungen. Entweder sie töten oder sie sterben kreischend. Das sind ihre Artikulationsmöglichkeiten.

Bei den Protagonisten bilden sich recht schnell vier bis fünf Hauptcharaktere heraus. Wenn später die Expedition aufbricht spaltet sich die Handlung dann in einen Heldengruppen part und einen Schlachtpart auf. Das ist gut gemacht und bei der Black Library fast schon standard.

Was mir gut gefällt:
Was mir an dem Roman wirklich gut gefällt ist folgendes: Die Handlung bezieht sich auf die Stadt Elan Dhor und das Schicksal seiner Einwohner. Es werden die unterschiedlichen Stadteile erklärt, die Tiefenwelt unter den Mienen mit seinen Besonderheiten, Anwesen von Zwergenfamilien mit deren Naturquarz Wandschmuck kurzum eine komplette Stadt. Dies kam mir oft bei den anderen Romanen von Heitz oder der Black Library (BL) zu kurz, wo die Protagonisten nur kurz da waren um die Stadt zu retten, oder einen Hochkönig zu wählen oder etwas für den Plot zu tun. Auch war ich beim Lesen dieses Buches andauernd an das beste und kompliziertesten Zwergenspiel aller Zeiten erinnert: Dwarf Fortress. http://dwarffortresswiki.org/index.php/Main_Page
Man will quasi, dass die Stadt wieder erblüht.
Was mir auch gefällt, dass nicht alle Zwerge super-duper-Gemeinschaft-Hurrah Typen sind. Besonders der König und sein Nachkomme zeigen was passiert wenn man einfach zu viel Gold und zu wenig zu tun hat. Allerdings wäre so ein König bei Heitz oder den Warhammerzwergen undenkbar. Die sind da sehr viel basisdemokratischer und da werden low-performer (Zwergen Wortspiel) sehr viel schneller abgesägt. Und Hintergedanken haben bis auf die beiden edlen Kriegerzwerge sowieso jeder der anderen Protagonisten oder Klan Oberhäupter. Von einigen als negativer Punkt aufgezählt ist, dass die Zwerge oft ihr Schwert anstatt ihre Axt einsetzten. Finde ich gut, da in den verschiedenen Situationen das Schwert einfach mehr Sinn macht. Wenn Schnelligkeit zählt, oder der Raum für eine Axt nicht ausreicht muss also der glatte Zwergenstahl raus.


Was mir weniger gefällt:
Die Zwerge bleiben irgendwie unzwergig. Sie trinken Mooswein anstatt Bier, und geraucht wird auch nicht, da kein Geld da ist um sich Tabak zu importieren. Auch wenn die Zwerge sprechen, dann sprechen sie wie normale Menschen. Bei Heitz und der BL sind die Dialoge der Zwerge mit Hammer, Stahl und Schmiede Metaphern übersäht. Besonders bei Heitz ist das schon manchmal zu viel des guten. "Vrakas hier, Vrakas da, wenn Vrakas gewollt hätte das wir Klopapier benutzen hätte er uns keine Bärte gegeben."
Aber man vergisst keine Sekunde, dass da ein kleiner scheppernder Haufen Bart und Muskeln spricht. Auch wird dort alle fünf Minuten das Zwergen-Bob-der-Baumeister-Mantra wiederholt: „Wir sind Zwerge, wir packen dass! Wenn dir das Leben Zitronen gibt, dann hackst du dem Leben die Knie ein!“
Bei den EDs hingegen könnten dies auch kleinen Menschen sein, die ganz schön oft Angst haben.
Was mir zudem weniger gefällt ist, dass sie eben diese ungeliebten Zwergen-hexen-Priesterinnen haben und dass sie z.B. mit den Goblins ein Bündnis schließen. Gut, das ist eben das ED Universum.

Handlung und Handlungsverlauf. Zwergenfluch ist was parallele Handlungsstränge angeht nicht gerade Game of Thrones. Es gibt am Anfang einen Strang und später sind es zwei. Also keine Gefahr sich in Orten oder Namen zu verheddern. Insgesamt liest sich das Buch auch sehr unaufgeregt. Die Heitz oder BL Sachen sind da wesentlich spannender oder dramatischer. Ich empfand es aber nicht als unangenehm. Mehr so als sieht man einen Film indem man sich nicht wirklich mit jemandem identifiziert und was passiert. Und wenn dann mal Spannung aufgebaut wird, ist eine Seite weiter jemand von einer Blitzschnellen Klinge ausgeweidet. Das heißt aber keinesfalls, dass man sich durch das Buch quälen muss. Im Gegenteil, es läuft alles gut wie eine VHS Kasette im Kopf ab. Es fehlen nur die dramatischen Fights wie bei Felix und Gotrek, oder der richtige Hass auf die Bösewichter wie bei Heitz.


Fazit:

Der zweite Teil ist bestellt und nach dem Klappentext sieht es so aus als ob die Zwerge ihre Wehrstadt aufgeben müssen. Aber sie wollen in Naher Zukunft zurückerobern. Ziemlich Funky. Damit geht der Roman in Bereiche die bei Warhammer eher unangetastet geblieben sind. Heitz hat sich allerdings schon an das Thema rangemacht. Auf jeden Fall ist das Buch eine Leseempfehlung für alle Zwergenfans. Es wird auch ordentlich gemoscht und Dunkelelfen zu hunderten abgemackelt, ich hasse Dunkelelfen egal welches Universum, dafür also beide Zwergendaumen hoch.